Samstag, 14. Mai 2011

Facebook gibt eine Kampagne gegen Google zu.


Das Social Network verneint aber eine verleumderische Absicht.

Kleinmütig gestand das soziale Netzwerk Facebook am Donnerstag in den USA ein, eine wenig schmeichelhafte Kampagne gegen Internet-Gigant Google angezettelt zu haben. Allerdings habe nie die Absicht bestanden, Google damit zu verleumden. Die von Facebook engagierte PR-Agentur Burson-Marsteller, die 2008 die Präsidentschaftskampagne für Hillary Clinton betreute, sollte darauf aufmerksam machen, wie Google insgeheim Daten unter anderem von Nutzern des sozialen Netzwerks sammelt. Die Sache flog auf, als der amerikanische Anwalt und gelegentliche Google-Kritiker Christopher Soghoian die Mail-Korrespondenz mit der Agentur online stellte.
Statt sich dabei helfen zu lassen, Negativberichte über Google zu verfassen und bei renommierten Medien wie der „Washington Post“ oder der „Huffington Post“ zu platzieren, machte Soghoian die Angelegenheit publik.
Für das Unternehmen von Mark Zuckerberg ist das Eingeständnis in doppelter Hinsicht ein PR-GAU. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass gerade Facebook den Konkurrenten um Werbegelder mit Datenschutzvorwürfen anschmieren wollte. Nun aber wurde die Schmutzkampagne zeitgleich mit einem peinlichen Datenleck offenbar. So hatten Anbieter von Facebook-Apps theoretisch Zugang zu den kompletten Profildaten der Mitglieder – und zwar bereits seit vier Jahren.
Die PR-Agentur Burson-Marsteller räumte am Donnerstag ein, dass mit der Aktion gegen die selbst aufgestellten Transparenzregeln verstoßen wurde, weil der Auftraggeber im Dunkeln blieb. Zugleich teilte die Agentur mit, nicht länger für Facebook zu arbeiten. Die Chefin des amerikanischen Public-Relation-Verbandes Rosanna Fiske forderte in „USA Today“ die Technologiefirmen dazu auf, zu einem fairen Wettbewerb zurückzukehren und sich darauf zu besinnen, „dass die Kunden genaue und wahrheitsgemäße Informationen erwarten“.
Die Zeitung „US Today“ hatte bereits vor einigen Tagen Wind von der Anti-Google-Kampagne bekommen, ohne allerdings den Urheber zu kennen. Auch über Microsoft oder Apple war spekuliert worden. Erst als die Internetzeitung „The Daily Beast“ Facebook mit Beweisen konfrontierte, folgte das Eingeständnis.
Facebooks Kritik an Googles Social-Circle-Dienst ist nicht einmal aus der Luft gegriffen. Tatsächlich lassen sich über die GoogleMail-Konten die Zugänge zu Netzwerken wie Facebook, Twitter und Flickr verbinden. Dies geschieht auch für deutsche GoogleMail-Nutzer in den Google-Kontoeinstellungen über den Menüpunkt „Verbundene Konten“. Google wirbt damit, dass man dadurch bei einer Internetsuche auf einen Blick sehen kann, welche Informationen die Freunde im Internet weitergegeben haben. Bei einer Suche nach einem Restaurant werden so Empfehlungen von Freunden in einem verbundenen Netzwerk mit angezeigt. Blogger Soghoian stuft Social Circle laut „New York Times“ als harmlos ein.
Die Schmutzkampagne schadet indes auch der Bloggerszene. Interessengesteuerte oder bezahlte Meinungsbeiträge in Foren und Blogs sind seit langem ein Ärgernis. Christopher Soghoian war nicht der Einzige, den die Agentur angesprochen hatte. Kurt Sagatz

Donnerstag, 14. April 2011

http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home


Attac-Büros in Frankfurt durchsucht

Frankfurt - Das Bundesbüro von Attac in Frankfurt ist am Donnerstagvormittag von der Staatsanwaltschaft München durchsucht worden, wie das Netzwerk Attac in einer Pressemitteilung berichtet. Laut Durchsuchungsbefehl des Münchner Amtsgerichts werde dem Vorstand des Attac-Trägervereins vorgeworfen, mit der Veröffentlichung eines Gutachtens zur BayernLB auf der Attac-Homepage das Urheberrecht verletzt zu haben. Das Gutachten der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg hatte laut Attac die Haftbarkeit des Vorstandes sowie des Verwaltungsrates der BayernLB festgestellt. Es sei vom bayerischen Landtag bei der Kanzlei in Auftrag gegeben worden und enthalte zahlreiche brisante Aussagen, heißt es weiter. SZ


Anm. v. Marco:  Nicht nur WIKILEAKS hat gesunde Paranoia, in Deutschland werden Aufklärung und die Verbreitung von Informationen von öffentlichen Stellen auch mit allen (legalen, zimperlichen?) Mitteln zu unterbinden versucht.


   Was sagt uns das, die wir in der postindustriellen Informtionsgesellschaft leben?


Diese Frage kann Jede(r) für sich beantworten; kommt vielleicht auch d´rauf an ob man "Oben oder unten in der Informationskette - Evolution der Nahrungskette? ;)




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Sonntag, 10. April 2011

HOLLAND: Amokläufer war im Schützenverein


Nach dem blutigen Amoklauf in einem Einkaufszentrum südlich von Amsterdam rätselt die Polizei über die Motive des Täters. Der 24-Jährige habe bei seiner Mutter einen Abschiedsbrief hinterlassen, aber darin nichts über seine Beweggründe mitgeteilt, sagte die ermittelnde Staatsanwältin Kitty Nooy. Am Samstag hatte der Amokschütze in einem Shopping Center der Ortschaft Alphen aan den Rijn mit einer Maschinenpistole um sich gefeuert. Dabei tötete er sechs Menschen und verletzte 15 weitere, ehe er sich mit einem Kopfschuss das Leben nahm.
Der Täter, dessen Namen die Behörden veröffentlichten, war Mitglied eines Schützenvereins. In den vergangenen Jahren waren ihm nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt fünf Waffenscheine ausgestellt worden. Zuletzt sei er im Besitz von drei Waffen gewesen. Nach Aussagen von Zeugen erschoss der mit einer Militär-Tarnjacke bekleidete Amokläufer bereits auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum einen Mann. Er sei dann "äußerlich völlig ruhig" in das Gebäude gegangen und habe blindlings um sich gefeuert. Viele Menschen seien in Panik und Todesangst geflohen.
Staatsanwältin Kitty Nooy erklärte, im Auto des Amokschützen sei ein Brief mit Hinweisen zu angeblich im Einkaufszentren deponiertem Bomben gefunden worden. Die Polizei ließ deshalb drei weitere Einkaufszentren sowie die umliegenden Wohnungen in der rund 40 Kilometer südlich von Amsterdam gelegenen Region evakuieren. Bei Durchsuchungen wurde jedoch kein Sprengstoff entdeckt.

Anm.: Hmm, ob dieser Amokläufer in einem der friedlichsten Staaten der Welt von EGO-SHOOTERN inspiriert wurde? Ich glaube dieses lächerliche Vorurteil lässt sich nicht mehr halten.
ES SOLLTEN NICHT COMPUTERSPIELE IN FRAGE GESTELLT ODER INDEXIERT WERDEN SONDERN DIE ECHTEN WAFFEN: UND WIE KOMMT EIN SPORTSCHÜTZE AN EINE AUTOMATISCHE WAFFE?

Samstag, 9. April 2011

Guttenberg lässt seine Anwälte sprechen


Eigentlich ist das Wesentliche zum Fall des Karl-Theodor zu Guttenberg bekannt. Der ehemalige Bundesminister der Verteidigung hat seine Dissertation in großen Teilen aus Collagen fremder Texte komponiert. Er hat die Gedanken anderer Autoren ohne Quellenangabe verwendet, er hat Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags ohne Genehmigung einfließen lassen. Guttenberg hat also ein Plagiat verfasst statt einer eigenständigen Arbeit. Deshalb ist er von seinen öffentlichen Ämtern in Bundesregierung, Parlament und CSU zurückgetreten. Deshalb hat er seinen Doktortitel zurückgegeben. Offen ist allein noch eine Frage. Nämlich die, ob der Freiherr weitere Konsequenzen zu fürchten hat.
strafrechtliche Folgen waren von Beginn an eher unwahrscheinlich. Zwar ermittelt die Staatsanwaltschaft Hof seit Anfang März gegen Guttenberg. Mehr als 100 Anzeigen liegen den Strafverfolgern vor, in denen dem Ex-Minister Verstöße gegen das Urheberrecht, Untreue und Titelmissbrauch vorgeworfen werden. Letzteres ist Unsinn, denn Guttenberg hat nie unbefugt einen akademischen Grad geführt. Der Titel war ihm ja zunächst formell ordnungsgemäß verliehen worden. Auch eine Verurteilung wegen Untreue ist unwahrscheinlich. Denn dieser Straftatbestand setzt voraus, dass er durch die nicht ordnungsgemäße Verwendung von Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages die Pflicht verletzt hat, fremdes Vermögen zu betreuen - also das des Steuerzahlers, der die Parlamentswissenschaftler bezahlt. So eine "Vermögensbetreuungspflicht" ist nach herrschender Meinung in der Rechtslehre aber nur eine Nebenpflicht für einen Abgeordneten. 
Für Untreue reicht das nicht! ???
Bei einfachen Angestellten reicht heuten schon ein Leergutbon über´n paar Cent für ´ne fristlose Kündigung und 3 Monate Kein Geld von irgendwo her, einer Verhandlung vorm Arbeits- und einer vorm Strafgericht. Aber dass es nur eine Nebentätigkeit für Abgeordnete ist die Ihnen anvertrauten Steuergelder nicht zu veruntreuen spricht für sich.
Die Meinung des Volkes kann das nicht sein (wie Wahlen immer wieder zeigen!).

Dank an WELT AM SONNTAG

Sonntag, 3. April 2011

Eine besondere Sitzgelegenheit

Eine besondere Sitzgelegenheit hat ein Bürgermeister in Baden-Württemberg bauen lassen: die "Null-Bock-Bank". Weil er sich über Jugendliche ärgert, die auf den Lehnen von Bänken sitzen, lässt er für seine Stadt Eppelheim Bänke bauen bei der man bequem auf der Rückenlehne sitzen kann.. "Die Jugendlichen sitzen wie die Spatzen auf dem Ast", berichtet Dieter Mörlein.

Donnerstag, 24. Februar 2011

17-Jähriger hält "Sklaven" und misshandelt Eltern


Ein jugendlicher Intensivtäter soll zwei Jungen wie Sklaven gehalten und zu Raubzügen gezwungen haben. Beim Prozess-Auftakt gab er Gewalt gegen die Eltern zu.
Ein 17-Jähriger, der in Düsseldorf zwei Jungen wie Sklaven auf dem Dachboden gehalten haben soll, ist vorher schon gegen seine Eltern gewalttätig geworden. Das räumte der jugendliche Intensivtäter zum Prozessauftakt ein, wie ein Sprecher des Düsseldorfer Amtsgerichts über die nicht öffentliche Sitzung berichtete. Zu den Kernvorwürfen habe der 17-Jährige Emre allerdings geschwiegen.
Die Anklage wirft ihm unter anderem Freiheitsberaubung und Betrug vor. Die Ermittler hatten im Oktober 2010 auf einem eiskalten Dachboden zwei 13 und 15 Jahre alte Jungen befreit. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden Diebstähle für ihren Peiniger begehen sollten. Außerdem soll Emre versucht haben, Geschäftsleute mit einer fingierten Spendenaktion abzuzocken. Seit Herbst sitzt er in Untersuchungshaft. Ihm drohen mehrere Jahre Gefängnis.
Für den ersten Verhandlungstag vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts waren 18 Zeugen geladen – darunter Geschäftsleute und Jugendliche, die möglicherweise Opfer des Angeklagten wurden. Auch der ältere der beiden Jungen, die auf dem Dachboden über der Wohnung von Emres Eltern festgehaltenen worden sein sollen, sagte aus. Überraschenderweise wollte er den Angeklagten nicht belasten. Er und der andere Junge seien freiwillig auf dem Dachboden gewesen. Die Tür sei abgeschlossen gewesen, um Emres Eltern fernzuhalten. Ob sich der Junge möglicherweise aus Angst vor Emre in dieser Weise äußerte, wollte der Gerichtssprecher nicht kommentieren.
Wie der Sprecher sagte, gab Emre zu, im Juni 2010 seiner Mutter mit der Faust auf den Kopf geschlagen und ihr eine Prellung zugefügt zu haben. Seinen Vater habe er mit einem Messer bedroht. Um der Drohung Nachdruck zu verleihen, habe er das Küchenmesser mit der ungefähr 20 bis 30 Zentimeter langen Klinge in die Tür einer Kommode gestochen. Die Eltern sollen mit der Erziehung völlig überfordert gewesen sein, wie die Ermittler nach Emres Festnahme gesagt hatten.